Viele Mitgliedsländer der Europäischen Union haben die Liberalisierung des Wettmarktes bereits durchgeführt: Italien und Spanien vergeben Lizenzen an private Anbieter, in Österreich unterliegen Sportwetten ohnehin nicht dem Glücksspielgesetz sondern dem Gewerberecht. Alle weiteren EU-Mitglieder - mit Ausnahme Deutschlands - scheinen kurzfristig sinnvolle Regularien für ein geordnetes Zusammenspiel zwischen staatlichen und privaten Anbietern schaffen zu wollen.Die Unternehmen der JAXX-Gruppe verfügen über Lizenzen für Pferdewetten, Sportwetten, Casino und Poker, u.a. in Deutschland, Großbritannien, Österreich und Malta.


Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Umsatz von knapp 500 Euro allein bei Sport- und Pferdewetten ist Großbritannien die Glücksritter-Hochburg Europas. Auch die Franzosen und Österreicher lieben das Wetten: Knapp 120 Euro pro Jahr fließen im Schnitt aus jedem französischen oder österreichischen Portemonnaie in die Wettkassen. Die Deutschen sind auf diesem Gebiet mit nicht einmal 5 Euro pro Monat dabei – und bilden damit das europäische Schlusslicht.
Rechtsexperten sind sich einig: Die aktuelle Rechtslage in Deutschland verstößt gegen EU-Recht, ist ein kurioses Unikum in der Geschichte des Glücksspiels und wird spätestens durch das von der EU-Kommission im Januar 2008 eingeleitete Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof ein frühes Ende finden. Der europaweite Liberalisierungsprozess wird sich nicht aufhalten lassen.